Grußwort

Liebe Europäerinnen, liebe Europäer,

seit Ende des zweiten Weltkrieges und vor allem mit der Unterzeichnung der römischen Verträge am 25. März 1957 haben wir in Europa ein neues Kapitel der Geschichte aufgeschlagen, ein Kapitel der Wiedervereinigung und des Friedens. Seither ist die europäische Idee einen weiten Weg gegangen, ist fortgeschritten und hat sich weiterentwickelt. Seit 1979 haben wir europäischen Bürger eine Stimme in Europa, das Parlament, dessen Rechte kontinuierlich ausgebaut wurden. 1992 gründete sich die Europäische Union (EU), 1993 wurde der Binnenmarkt vollendet, welcher der EU zu weiterer Prosperität verhelfen sollte, und seit 2002 zahlen wir mit dem Euro. Doch dass die EU keine Einbahnstraße des Erfolgs ist, das wissen wir nicht erst seit der Finanz- und Währungskrise. Bürokratisierung, Entdemokratisierung, undurchsichtiger Lobbyismus, unzureichende Migrations- und Integrationspolitik sowie eine seit Jahren von diffusen partikularen Aktionen und Interessen geleitete kopflose Außenpolitik, sollen hier exemplarisch für die zahlreichen Schwächen der EU stehen. Trotz dieser Mängel halten wir die EU jedoch zur Verwirklichung einer europäischen Vision für den geeignetsten Weg. Wir, die JEF in Thüringen, verstehen uns nicht als blinde Lobbyisten der gegenwärtigen Institutionen, vielmehr sind wir die Verfechter eines europäischen Gedankens, der alle Menschen in Europa zur gleichberechtigten aktiven Teilnahme ermutigt, der allen Bürgerinnen und Bürgern den Weg in eine friedliche, freie und glückliche Zukunft des interkulturellen Miteinander weist. Die europäisch föderalistische Vision ist für uns das entscheidende Moment, den inneren und äußeren Frieden Europas langfristig zu sichern. Gesellschaft ist ein Gestaltungsprozess! Erhebe deine Stimme und bring dich ein, denn unser Europa ist ein Projekt der Zukunft und gemeinsam wollen wir daran mitwirken!

Mit europäischen Grüßen
Christoph Sebald
Landesvorsitzender